Pulcinellas Geheimnis - Vertrauliches und Privates im Zeitalter des Internet
Das Internet hat uns neue Offenheit und Transparenz beschert – aber auch Datenklau und WikiLeaks. Was bedeutet es aber, wenn nichts mehr geheim sein kann? Wie kommen wir als Menschen und als Gesellschaft damit klar? Eine tollpatschige Clownfigur aus der italienischen Renaissance weist uns vielleicht den richtigen Weg.
Im Laufe seiner Evolutionsgeschichte lebte der Mensch ja meistens in Stammes- oder Dorfgemeinschaften. Aber in einem Dorf bleibt bekanntlich nichts auf Dauer geheim. Das Gleiche gilt für das „Digital Village“ des Informationszeitalters. „Sensitive information will leak“, sagt Kim Cameron, der legendäre Vordenker des Digital Identity Management bei Microsoft, und der Fall WikiLeaks scheint ihm Recht zu geben. Eine – und vielleicht sogar die einzige – Möglichkeit, damit umzugehen, besteht dain, bei Planung und Durchführung von Maßnahmen der IT-Security nicht den Schutz von Systemen, sondern der Informationen selbst in den Vordergrund zu stellen und im Übrigen stets den „worst case“ bewusst einzukalkulieren.
In diesem Vortrag beantwortet Tim Cole, eine der erfahrensten Internet-Publizisten Deutschlands, folgende Fragen: Welche psychologische Rolle spielen Geheimnisse für den Menschen? Wie viel Schutz bieten technische Maßnahmen und was ist realistisch von IT Security zu erwarten? Was bedeutet totale Transparenz für das Zusammenleben in der Gesellschaft und für den Staat?
Vortragsinhalte:
- Was ist überhaupt noch geheim?
- Neue Regeln für den Umgang mit Diskretion und Vertraulichkeit
- Warum Informationen frei sein wollen
- Offenheit und Sicherheit – (k)ein Gegensatz mehr?
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