Warum Leistungssport ein Kampf zwischen Körper und Herz ist

Talentförderung und Nachwuchstalente. pixabay © CCO Public Domain1

Warum Leistungssport ein Kampf zwischen Körper und Herz ist

Nur aus unbändigem Siegeswillen und Kampfgeist entstehen Legenden. So auch am 25. Mai 2013 im Wembley Stadion: Im Champions League Finale stehen sich der FC Bayern und Borussia Dortmund in einem hart umkämpften Spiel gegen über. In der 89. Minuten fällt die Entscheidung für den FC Bayern und Arjen Robben macht sich mit dem Siegtor im Wembley Stadion zur Legende.

6 Jahre später steht „Mr. Wembley“ vor der schwersten Entscheidung seines Lebens: Leistungssport ist geprägt von unbändig brennender Leidenschaft, ohne die es nicht möglich wäre, ein solches Pensum an körperlicher Arbeit zu bewältigen. Dennoch stehen das Herz und die Leidenschaft für den Sport immer im Kampf gegen den eigenen Körper. Niederländische Medien zitieren Arjen Robben mit folgenden Worten: "Es ist die schwierigste Entscheidung meiner Karriere. Die immer noch große Liebe für das Spiel trifft auf die Realität, dass nicht alles läuft wie gewünscht und ich nicht mehr der 16 Jahre alte Junge bin, der keine Verletzungen kennt. Mein Herz sagt ja, mein Körper nein."

Die Qual dieser finalen Entscheidung die Karriere zu beenden können alle Leistungssportler nachvollziehen, so auch 5 Sterne Rednerin und Rennrodlerin Natalie Geisenberger. Die vierfache Olympiasiegerin brennt als Herzensmensch für ihren Sport wie keine andere und kann die Emotionalität der Entscheidung Robbens mitfühlen: „Mit dem Karriereende gibt man als Leistungssportler nicht nur seinen Beruf auf, sondern seine Berufung. Das gesamte Leben hat sich jahrzehntelang nur um diesen Sport gedreht, es war Arjens Lebensinhalt mit Verzicht, Qual aber eben auch tollen Erfolgen. Dieser Schritt ist nun endgültig und damit nachvollziehbar sehr schwer.“ Dennoch darf man im Leistungssport niemals vergessen, dass die körperliche Belastung extrem ist und Verletzungen beinah zum Alltag gehören.

Die Entscheidung den Körper über das Herz zu stellen zeigt erneut die Größe des Fußballers. „Robbens Entscheidung macht ihn sympathisch und menschlich“, lobt die Olympiasiegerin Geisenberger. Geisenberger hatte Arjen Robben bereits 2016 bei der Verleihung des DFB-Pokals im Olympiastadion Berlin als einen begeisterten Fußballer kennengelernt, der mit Herzblut seine Spiele spielt.

Nach 602 Spielen, 209 Toren und 158 Vorlagen bleibt nichts anderes übrig als den Hut zu ziehen vor den großartigen Leistungen und Arjen Robben alles Gute für seine Zukunft zu wünschen.

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