Generationen Y und Z: Völlig unflexibel, aber hohe Ansprüche?

Generationen Y und Z: Völlig unflexibel, aber hohe Ansprüche? pixabay © CCO Public Domain1

Generationen Y und Z: Völlig unflexibel, aber hohe Ansprüche?

Laut einer Untersuchung der Headhunter-Firma Odgers Berndtson fehlt gerade beim Nachwuchs die Motivation zur Flexibilität. Jährlich befragt das Unternehmen gut 2.500 Manager im deutschsprachigen Raum. Die neuste Untersuchung wirft kein gutes Licht auf die jüngeren Altersgruppen. „Die sind ja nicht mal mehr bereit, von Hamburg nach Frankfurt am Main zu ziehen. Geschweige denn nach Cottbus oder Aachen“, äußerte sich kürzlich Klaus Hansen, Partner von Odgers Berndtson, gegenüber der Süddeutschen Zeitung bezogen auf die Frage, was man dem qualifizierten Nachwuchs zu bieten habe, wenn es z.B. um einen Wechsel von Schweinfurt nach Shanghai geht.

Dabei sind Auslandsaufenthalte für die Weiterbildung wichtig. „Aber darum geht es der Generationen Y und Z anscheinend nicht mehr. Die Arbeitnehmer, die in den 1980er Jahren und später geboren sind, leben nicht, um zu arbeiten. Sie wollen das Leben genießen. Im Urlaub hat man es gerne exotisch. Aber danach will man auch wieder gemütlich zu Hause sitzen“, so Hansen weiter. Die Entwicklung scheint dahin zu verlaufen, dass die jungen Generationen nicht mehr so flexibel sein wollen. Es findet vielmehr eine mentale Verlagerung in die häuslichen vier Wände statt. Das kann kritisch werden, denn ohne die notwendige Flexibilität werden deutsche Unternehmen z.B. gegenüber asiatischen Firmen langfristig nicht mithalten können. 5 Sterne Rednerin, Diplom-Psychologin und Kabarettistin Vera Deckers beschäftigt sich ebenfalls mit den verschiedenen Lebenseinstellungen der unterschiedlichen Altersgruppen.

„Generationenkonflikte, die auf fehlerhafte Kommunikations- und Führungsstrategien zurückzuführen sind, sind in Zeiten von Fachkräftemangel und dem Kampf um Talente keine Seltenheit mehr. Wo Babyboomer beispielsweise ein Teamevent in einem Meeting planen, erledigt Gen Z das lieber nebenbei via WhatsApp“, sagt Deckers. Auf diese generelle Problematik geht die Diplom-Psychologin in ihrem Vortrag „Wenn X-Box auf Rechenschieber trifft - Kampf um Talente“ humorvoll, aber dennoch fachkundig ein. Sie zeigt ebenso Lösungswege auf, um generationenspezifische Missverständnisse, Motivationsabfall, Konflikte oder gar Kündigungen zu vermeiden. „Der Schlüssel liegt in einer gemeinsamen Wertepolitik. Dadurch entsteht aus einem heterogenen Gemenge eine gewinnbringende Zusammenarbeit, bei der jeder von jedem lernen kann“, ist 5 Sterne Rednerin Vera Deckers überzeugt.

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