Wie das Bankgeschäft zu retten ist

Wie das Bankgeschäft zu retten ist

Das Magazin Capital - Wirtschaft ist Gesellschaft hat einen neuen Artikel über Kurt-Georg Scheible 5 Sterne Redner und Autor des Buches "Ausgereizt! Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen" veröffentlicht:

Wie das Bankgeschäft zu retten ist

Verhandlungsexperte Kurt-Georg Scheible sieht schwarz für die Banken. Vor allem die normalen Banken trifft der zunehmende Margenverlust hart. Folgen sind Kostensenkungen, Umstrukturierungen und Personalabbau - und letztendlich noch mehr Imageverlust.

Die Gründe dafür beruhen laut Scheible auf dem Matthäus-Effekt, d.h. dass es bei den Kreditgebern wie auch bei den Kreditnehmern klare Favoriten gibt, die in der Vergangenheit als "erfolgreich" eingestuft wurden und heute noch von diesem Image profitieren, ja es regelrecht ausbeuten. 

So fährt beispielsweise die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ein 500 Mio. Euro schweres Existenzgründerprogramm für junge Ärzte mit allem Pipapo auf, mit dem normale Banken nicht konkurrieren können. Ihnen bleiben also nur die kategorischen schlechteren Branchenkunden und ihrer enger geschnallte Geschäftsroutine. 

Scheible sieht für die Banken eine weitere Schwierigkeit in deren fehlendem sozialen Engagement. Zudem geht heute Vieles online. Kunden fällt es so zunehmend schwerer, ihrer Bank zu vertrauen. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur Scheible sieht dennoch Chancen für das klassische Bankgeschäft.

Banken müssen lernen, schneller zu planen und zu handeln. Sie müssen versuchen, möglichst viele Kontakte zu Unternehmen zu bekommen und ihre Beziehungen zu den Aktionären zu pflegen. Und zu guter Letzt müssen sie sich als Gesamtunternehmen verbessern im Sinne ihrer Kunden.

Da reicht es nicht, seine Kunden in alte Branchenkategorien einzuordnen und ein paar Aktionen zu verkaufen. Banken müssen, laut Scheible, genau hinsehen und versuchen von ihren Kunden zu lernen. Denn wer die Bedürfnisse seiner Kunden kennt, der baut seinen Erfolg auf ein solides Fundament fernab von Billigstrategien.

Lesen Sie den Artikel hier

Das könnte Sie auch interessieren