Jan Berger: Wie die Zukunftsforschung mit der Delphi-Methode arbeitet

Jan Berger begeistert als Referent, Zukunftsforscher und Historiker.

Benannt nach dem berühmten Orakel aus der Spätantike hat die Delphi-Methode jedoch nichts mit jahrtausendealter Wahrsagerei zu tun. Vielmehr diente sie der RAND Corporation – ein amerikanischer ThinkTank, der sich im Kalten Krieg Sicherheitsfragen widmete – einer akkurateren Prognostik als bisher geläufige Methoden. Und obwohl die Methode über 60 Jahre erprobt wurde, ist sie keineswegs veraltet, sondern ein höchstmodernes Verfahren, mit dem sogar die Bundesregierung arbeitet, um Prognosen über die Entwicklungen der kommenden Jahre zu treffen. Einer für den die Methode zu seiner täglichen Forschungstätigkeit gehört und ihre Einsatzmöglichkeiten genau kennt, ist 5 Sterne Redner Jan Berger. Denn er verantwortet als CEO Europas größtes unabhängiges Zukunftsforschungsinstitut, den 2b AHEAD ThinkTank.

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die renommierte Wissenschaftseinrichtung umfassende, branchenspezifische Trendstudien, deren Ergebnisse besonders relevant und aussagekräftig sind. Diese basieren in vielen Fällen auf der Delphi-Methode, über die Jan Berger als Referent und Keynote Speaker nun auch in seinem Vortrag „Von wegen Orakel – Klare Zukunftsprognosen mit der Delphi-Methode“ spricht. Darin lässt er hinter die Kulissen des Forschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank blicken und zeigt auf, wie die Mitarbeiter dort zu ihren Erkenntnissen über die Zukunft kommen. Denn die sind keineswegs bloße Spekulationen, sondern begründen sich auf genauen, wissenschaftlichen Untersuchungen.

In den griechischen Sagen steht Delphi für eine Tempelstätte, in der Ratsuchende bei einem Orakel Antworten zu ihrem zukünftigen Leben fanden. In der Zukunftsforschung dagegen erstellt man keine Prognosen für einen einzelnen, sondern für ganze Unternehmenszweige und Branchen – sogenannte Big Pictures. Dabei kommt keine Hellseherei zum Einsatz, sondern fundierte Forschung. Statt Wahrsagern werden echte Experten befragt, die ein umfassendes Wissen zu einer Branche haben. Ihre Aussagen wiederum werden qualitativ und in mehreren Stufen ausgewertet, miteinander verglichen und gegenübergestellt.

2b AHEAD-Geschäftsführer Jan Berger sieht in dieser anerkannten Forschungsmethode klare Vorteile: „Gute Experten und die Mehrstufigkeit der Befragung liefern Erkenntnisse, die zu belastbaren Prognosen führen.“ Daher können auch Unternehmen die Delphi-Methode nutzen, um besonders aussagekräftige Erkenntnisse über ihre Branche zu gewinnen. Für die eigenen zukunftssicheren Firmenstrategien sind die dann wichtige Grundlagen und ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen.

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