5 Sterne Redner Dominique Görlitz baut ABORA IV-Boot in Bolivien

Dominique Görlitz beim Bau der ABORA IV mit einem Aymara-Indianer

Bereits seit zwei Jahren plant 5 Sterne Redner und Experimentalarchäologe Dominique Görlitz die nächste ABORA-Expedition. Diesmal will er den Seeweg der alten „Seidenstraße des Nordens“ mit einem selbstgebauten Schilfboot erkunden – und dafür hat er mit seinem Team nun in Bolivien mit den ersten Bauarbeiten begonnen.

Auf den Start dieser neuen Etappe seiner ABORA IV-Expedition musste Dominique Görlitz zwei Monate länger warten als geplant. Aufgrund starker Überschwemmungen vor Ort am Titicacasee wurde die Bauphase verschoben, doch Mitte Juli konnte der „Deutsche Indiana Jones“ endlich nach Bolivien anreisen. Dort wurde er mit offenen Armen vom bolivianischen Außenminister Fernando Huanacuni empfangen, der ihn sofort zu einem öffentlichen Vortrag in seinem Ministerium in der Hauptstadt La Paz einlud. In einem vollbesetzten Saal und vor einem begeisterten Publikum sprach der begeisternde Referent dort über den Einfluss der altamerikanischen Landwirtschaft und deren Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten und Mais auf die neue Welt. Dabei hielt der sprachgewandte Görlitz seinen Vortrag komplett auf Spanisch, sein Übersetzer war kurzfristig ausgefallen.

Von La Paz ging es für Dominique Görlitz und sein Team schließlich zum Bauplatz der ABORA IV nach Huatajata am Titicacasee. Dort erhalten sie Unterstützung von den Aymara-Indianern, die mit ihren einzigartigen Fähigkeiten zum Schilfbootbau Görlitz bereits bei früheren Expeditionen zur Seite standen und bereits dem bekannten Experimentalarchäologen Thor Heyerdahl geholfen haben. Vor Ort heißt es nun Schilfbündel und Matten schnüren sowie ein Holzgerüst für die Takelage zu bauen. Im Vergleich zu Görlitz‘ früheren Projekten wird die ABORA IV etwa zwei Meter länger und auch die Kajüten etwas größer, damit das gesamte Team im Fall eines Sturms dort Schutz findet.

Bis Ende des Jahres sollen dann all diese in Bolivien gefertigten und tonnenschweren Bauteile nach Russland transportiert werden. Denn Dominique Görlitz plant, in der dortigen Hafenstadt Sotschi mit dem neuen Schilfboot in die See zu stechen. Von dort aus wird das Schwarze Meer überquert, nach Istanbul und weiter zum Mittelmeer Richtung Dardanellen und dem einstigen Troja gesegelt. Viele Wissenschaftler zweifeln an dieser Handelsroute aus der Jungsteinzeit, die auch „Seidenstraße des Nordens“ genannt wird. Doch trotz schwieriger Passagen will der 5 Sterne Redner dokumentieren, dass dieser Seeweg bereits vor 6.000 oder sogar 8.000 Jahren möglich war, so wie es alte archäologische Funde aus dieser Zeit vermuten lassen.

Weitere Informationen und aktuelle Berichte zu Dominique Görlitz‘ Expedition gibt es hier

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