Friedhelm Wachs fordert Digitalisierung nach ethischen Aspekten

Verhandlungsexperte Friedhelm Wachs. ©Norbert Neetz2

Bei der Auftaktveranstaltung zum 11. Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) in Karlsruhe rief der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) und 5 Sterne Redner Friedhelm Wachs dazu auf, sich für christliche Werte in einer digitalen Welt einzusetzen. Wachs sagte: „Das christliche Menschenbild durchzusetzen, ist Aufgabe christlicher Führungskräfte. Dieses Menschenbild ist Grundlage für unseren heutigen Individualismus. “ Dabei wies er daraufhin, dass die Digitalisierung global ist, sich exponentiell schnell entwickelt und alle Lebensbereiche betrifft.

Der 5 Sterne Redner, der auch als renommierter, internationaler Berater tätig ist, brachte vor diesem Hintergrund auch einen anderen Aspekt in diese Überlegungen ein: „Wir haben ein falsches Bild von China. China ist nicht mehr die verlängerte Werkbank Europas. In China studieren 15 Mal so viele Menschen wie hierzulande. In Peking verdient ein IT-Ingenieur fünfmal so viel wie in München. Der Glaubenshintergrund in China ist jedoch nicht vom christlichen Menschenbild geprägt, sondern geht von einer Harmonie aus, der sich der einzelne unterzuordnen hat. Wir als christliche Führungskräfte müssen deswegen aus einer Minderheitsposition heraus gemeinsam dafür kämpfen, dass das christliche Menschenbild in den Algorithmen verankert wird.“

Wachs verdeutlichte in seiner Rede, dass es bei der Digitalisierung weniger um Social Media und Apps gehe, sondern um Daten, die in allen Lebensbereichen Anwendung finden. Dadurch ist Zukünftiges prognostizierbar und steuerbar. Der 5 Sterne Redner betonte daher: „Wir müssen der Künstlichen Intelligenz (KI) ethische Grenzen setzen: Was sie machen darf und was nicht. Was sie entwickeln darf und was nicht.“ Friedhelm Wachs appellierte an die Teilnehmer des Kongresses, die digitale Zukunft gemeinsam und verantwortungsvoll zu gestalten.

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