5 Sterne Redner Konrad: Warum er Merkels Bedenken zur KI nicht teilt

Bei den Seminaren mit Konrad geht es um Lerntechniken und Gehirnjogging.

Im Rahmen ihres Japanbesuches äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nun auch zum umstrittenen Thema Künstliche Intelligenz (kurz KI) und warnt vor einem unkontrollierten Einsatz. Bei einer Diskussionsrunde an einer Universität in Tokio forderte sie daher ethische Leitplanken für die Entwicklung und den Umgang mit den neuen Technologien. Für 5 Sterne Redner und Neurowissenschaftler Dr. Boris Nikolai Konrad dagegen kommen Merkels Bedenken zu spät und haben mit der Praxis in der Forschung wenig zu tun: „Entwickler und Enthusiasten kümmern sich da wenig drum, ob ihre Technologie mit ethischen Grundsätzen vereinbar ist.“

Laut Gehirnforscher Konrad werden in der derzeitigen KI-Debatte vor allem Szenarien entworfen, die mehr dystopischen Science-Fiction-Filmen als der Realität entsprechen. In seinen faszinierenden Vorträgen nimmt der 5 Sterne Redner seinen Zuschauern diese Angst und zeigt stattdessen auf, woran in Forschungslaboren weltweit gearbeitet wird und wozu Künstliche Intelligenz tatsächlich in der Lage ist. „Wir werden mit der KI interagieren, nicht mit ihr kämpfen. Es sei denn wir entscheiden selbst, dass wir sie auf Menschen schießen lassen“, sagt Konrad. Daher fordert der erfahrene Referent und Keynote Speaker eine Einigung der Politiker auf ein Verbot von KI-gesteuerten, automatischen Waffen. Die Medienberichte darüber, dass gerade die USA verstärkt auf den Einsatz solcher Technologien im Militär setzt, beunruhigen ihn.

Im Straßenverkehr dagegen sieht Boris Nikolai Konrad einen deutlichen Vorteil beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Hier lassen sich dank neuer Technik Menschenleben retten und das Unfallrisiko deutlich reduzieren. Denn beim autonomen Fahren erkennt ein KI-gesteuertes Auto Unfallsituationen bereits, bevor es soweit kommt. Es ist in der Lage, rechtzeitig langsamer zu fahren und schneller zu reagieren. Das viel diskutierte Beispiel vom Auto, das entscheidet, wen es totfährt, hält Konrad daher für unplausibel: „In der Realität würde ein Mensch in einem solchen Moment auch nicht darüber nachdenken.“

Die Diskussion zur Künstlichen Intelligenz solle daher mehr den Fokus darauf richten, in welchen Bereichen sie zur Anwendung kommt und was das für unsere Gesellschaft bedeutet. Letztere Frage warf Kanzlerin Angela Merkel auch in Japan auf und äußerte deutliche Bedenken: „Wenn ich aber einen Chip in mein Gehirn bekomme, damit ich schneller denken kann oder besser denken kann, bin ich dann auch noch derselbe Mensch? Wo endet mein Menschsein?“ Sich dagegen zu entscheiden ist für Boris Nikolai Konrad zwar eine ethisch lobenswerte, letztendlich aber fatale Entscheidung. Denn der 5 Sterne Redner und Gedächtnistrainer macht auch in seinen Vorträgen klar: Künstliche Intelligenz wird kommen – und wir haben dank ihr die Chance, uns schlauer und leistungsstärker zu machen. Diese Entwicklung sollten wir für die Steigerung unserer kognitiven Leistungen nutzen, statt KI lediglich dafür zu entwickeln, den Mensch als Arbeitskraft zu ersetzen. Schon jetzt arbeitet der bekannte und innovative Unternehmer Elon Musk gemeinsam mit seiner Firma Neuralink an der technischen Erweiterung des menschlichen Gehirns mit KI-Technologien, unter anderem um so Krankheiten vorzubeugen.

In Japan hielt Angela Merkel dazu an, die Technik rund um die Künstliche Intelligenz zu „entmystifizieren“ – ein Vorschlag, der für Boris Nikolai Konrad in die richtige Richtung geht: „Noch besser wäre es aber, sie selbst zu gestalten, zu erproben, von ihr zu lernen!“. Denn in der Forschung stünde Deutschland an der Weltspitze, in der praktischen Anwendung hinke es dagegen vielen Ländern hinterher. Hier sieht der 5 Sterne Redner einen deutlichen Handlungs- und Förderungsbedarf.

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