Ist Bambus eine Alternative zu Plastik?

Dr. Karsten Brensing kennt die Vorteile des Rohstoffes Bambus. ©pixabay1

Ist Bambus eine Alternative zu Plastik?

Vielen ist Bambus als Ziergewächs im Garten oder als Sprossen in asiatischen Gerichten bekannt. Doch schon seit einiger Zeit wird Bambus für Möbel verwendet - und jetzt auch für Zahnbürsten, Parkettböden oder Geschirr. Durch die Tatsache, dass die Pflanze rasch nachwächst, scheint sie als Rohstoff geeignet. Es stellt sich also die Frage, ob dieser Trend Klima und Umwelt schützt und ob Bambus eine echte Alternative zu Plastik ist. Dazu muss man wissen, dass es sich bei der Pflanze nicht um einen Baum handelt, sondern um ein Gras, das in tropischen Gebieten rund um den Äquator wächst. Hauptimportland ist China.

Bambus wächst extrem schnell, daher können jährlich große Mengen geerntet werden, ohne den Bestand zu gefährden. Weil die Pflanze sehr robust ist, werden beim Anbau kaum Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerungsmethoden eingesetzt. Das Holz ist sehr hart, aber auch leicht und flexibel. Das Einsatzgebiet ist daher enorm vielseitig. Ist Bambus also die Lösung für die vielen Probleme, die Plastik bereitet? Der Biologe und 5 Sterne Redner Dr. Karsten Brensing meint ja, denn Bambus ist ein nachwachsender Rohstoff und somit besser als Plastik. Außerdem wird er bereits als Ausgangsmaterial für Bioplastik verwendet. „Außerdem ist der Anbau von Bambus für Umwelt und Arbeiter in den Produktionsländern wie China oder Äthiopien weitaus verträglicher als die Produktion von Kaffee, Bananen oder Baumwolle“, sagt der 5 Sterne Redner.

In seinem aktuellen Vortrag „Endlich nachhaltig! - Kreislauf schafft Zukunft“ schildert der Naturwissenschaftler und Verhaltensforscher die Zusammenhänge von Wirtschaft, Konsum und Nachhaltigkeit. Ferner verdeutlicht der 5 Sterne Redner den Unterschied zwischen „Greenwashing“ und echter Nachhaltigkeit. Immer mehr Unternehmen werben mit einem grünen Image, doch oftmals steckt dahinter vielmehr eine Marketingstrategie als wirklicher Umweltschutz. „Wer heute nicht glaubhaft nachhaltig produziert und wirtschaftet, wird von der Gesellschaft abgestraft. Kunden vermeiden solche Hersteller immer häufiger“, betont Dr. Karsten Brensing auch im Hinblick auf die Entwicklung beim Bambus als Plastikersatz.

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