Der Papst, der mit Pizza wirft – Gedächtnistraining mit Dr. Konrad

5 Sterne Redner und Gedächtnistrainer Boris Nikolai Konrad begrüßte rund 40 Gäste zu seinem Vortrag „Gedächtnistraining im Alltag und Beruf“ in der Sonne, Echenbrunn. Von jedem ließ er sich dabei den Namen sagen, um eine halbe Stunde später alle richtig wiederzugeben. Für die Besucher ein beeindruckendes Phänomen. Für den Weltmeister im Namen merken selbstverständlich. Sein Rekord liegt beim Merken von 201 Namen in 15 Minuten.

Wie man solch ein geniales Gedächtnis bekommt, erzählte der promovierte Neurowissenschaftler in seinem den begeisterten Zuschauern auf charmante Weise: Um sich etwas gut merken zu können, sei es wichtig, Zahlen und Fakten mit Dingen zu verbinden, die man leichter behält, und diese anschließend zu einer Geschichte zu verknüpfen.

Die Zuschauer nahmen scheinbar sinnfreie Begriffe wie „Pizza“ und „Papst“ aus und verknüpften sie unter viel Gelächter mittels Ankerpunkten auf dem Körper. Dabei stellten sie zum Beispiel den Papst vor, der auf der Schulter steht und mit Pizza wirft. „Je actionreicher und verrückter die Bilder, umso leichter können Sie sich diese merken“, betonte der Referent und Gedächtnissportler. Die Gäste staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass die 20 eingeprägten Symbole für die zehn bevölkerungsreichsten Städte Europas standen, in der richtigen Reihenfolge, versteht sich.

Wie man sich Dinge dauerhaft und leichter merken kann, gelingt mit der Faustformel: fünf Wiederholungen. Das erste Mal bereits nach einer Stunde, am besten vor dem Schlafen, da dann die Inhalte leichter mit bereits vorhandenem Wissen verknüpft werden und das Gehirn Wichtiges verstärkt. Die zweite Wiederholung erfolgt am nächsten Tag und die Dritte nach einer Woche. Einen Monat kann man warten bis zur vierten Wiederholung und bis zur fünften, ein Jahr. Konrad rät: „Bleiben Sie dran. Es lohnt sich.“