Was die Zukunft von Medizin und Auto gemeinsam hat

Zukunftsforscher Michael Carl und Innovator Stefan Jenzowsky.

Medizin und Automobilbranche: Auf den ersten Blick haben die beiden Wirtschaftszweige mit Ausnahme des Krankenwagens kaum etwas gemeinsam. Doch die Entwicklungen in der Digitalisierung stellen sie in den kommenden Jahren vor die gleichen Herausforderungen. Die 5 Sterne Redner und Zukunftsforscher Stefan Jenzowsky und Michael Carl zeigen, warum wir deshalb auch gesünder und sicherer leben.

Vor allem die Automatisierung hat wesentlich Einfluss auf die Zukunft in beiden Bereichen: In der Automobilbranche bedeutet das, dass Fahrzeuge sich bald schon autonom fortbewegen. In der Medizin sind es Roboter, die autonom operieren. Fahrer und Chirurg können damit ersetzt werden. Aber sollten sie das auch? Ja! So die einvernehmliche Antwort der Zukunftsforscher Jenzowsky und Carl. Denn durch künstliche Intelligenz sind solche Technologien in der Lage, eine präzisere Arbeit auszuführen sowie im Ernstfall die besseren und schnelleren Entscheidungen zu treffen als ein Mensch – sei es auf der Straße oder am OP-Tisch. Auch wenn die Vorstellung davon zunächst erschreckend sein mag, im Verkehr, in Klinik oder der Arztpraxis eingesetzt bieten diese Innovationen deutlich mehr Sicherheit. Die Frage ist nur, ob wir genügend Mut aufbringen, das Steuer aus der Hand beziehungsweise unsere Gesundheit in die Hände der digitalen Technik zu geben.

Einer der in seinen Vorträgen genau dafür Mut macht ist Stefan Jenzowsky. Neben seiner Tätigkeit beim Zukunftsforschungsinstitut 2b AHEAD ThinkTank führt er mit Kopernikus Automotive selbst ein erfolgreiches Start-up für autonomes Fahren und ist somit Experte für das Thema. Über die aktuelle, weltweite Forschung dazu hat er einen genauen Überblick. Den Umbruch für die Automobilbranche sieht er schneller kommen als gedacht. Möglich macht das die zunehmende digitale Vernetzung. Große Datenmengen zum Beispiel aus Sensoren am Auto lassen sich so aufzeichnen und im Bruchteil einer Sekunde auswerten. Die Technologie in einem autonom fahrenden Auto ist damit in der Lage, schneller auf ein plötzliches Hindernis zu reagieren als ein Mensch. Sie lässt sich dabei nicht von Gefühlen wie Panik leiten, sondern trifft rational die Entscheidungen zum Handeln.

Auch die derzeit entwickelten Technologien in der Medizin basieren auf Big Data und smarten Algorithmen. Ihre Funktionsweise hat ganz ähnliche Aufgaben, wie Michael Carl als 5 Sterne Redner erklärt. Denn die Innovationen haben das Ziel, die richtigen Entscheidungen für unsere Gesundheit zu treffen und uns Menschen zu schützen – in vielen Fällen sogar vorbeugend. Bevor überhaupt ein OP-Roboter zum Einsatz kommen muss, lassen sich mit ihnen viele Krankheiten bereits vorbeugend behandeln. Über die Gesundheitsdaten gewonnen über digitale Assistenzsysteme und Wearables lassen sich bestimmte Indikatoren schon frühzeitig erkennen. Die Behandlung wird dann personalisiert und präventiv zusammengestellt.

„Wer bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen immer noch daran denkt, handschriftliche Arztbriefe einzuscannen, wird sich mit dem Wandel des Gesundheitswesens in den 2020er Jahren schwertun“, sagt dazu Zukunftsforscher Carl. Vielmehr stößt die Digitalisierung für die Medizin wie für das Auto eine einschneidende Wendephase an.

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