Behindertensportler Felix Brunner wahrt Chance auf Olympiateilnahme

In der Disziplin Monoski fährt Felix Brunner im Weltcup auf FIS-Niveau. Simon Toplak2

Die Rennskisaison 2016/2017 endete für 5 Sterne Redner und Leistungssportler Felix Brunner aus Hopferau im Allgäu trotz einiger Rückschläge mit einem versöhnlichen Ende. Im letzten Rennen der Saison der International Paralympic Committee Alpine Skiing-Races (IPCAS) sicherte sich Brunner mit einem 3. Platz bei einem sehr starken Konkurrenzfeld in Veysonnaz, Wallis/Schweiz, die Chance auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Pyeongchang 2018.

Der 5 Sterne Redner erlitt mit 19 Jahren einen schweren Bergunfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Dennoch gab Felix Brunner nie auf. Er ist Spezialist im Monoski und fährt im Weltcup auf FIS-Niveau. Am Ende der Saison 2015/2016 stürzte der Behindertensportler bei einem Rennen und verletzte sich an der Schulter. Es folgten eine Zwangspause und Aufbautraining, die den 5 Sterne Redner den Saisonstart und wertvolle Wochen im Weltcup kosteten. Schließlich stieg Felix Brunner mit dem Rennen in Hinterster/Oberösterreich wieder ein. „Mit den Rennen dort war ich aber noch nicht ganz zufrieden. Ich musste erst mit den wechselnden Bedingungen zurechtkommen, das Selbstvertrauen finden“, sagte der Allgäuer. Dennoch gelangen ihm fünf Topplatzierungen. Als Redner beeindruckt Felix Brunner Entscheider aus der Wirtschaft ebenso wie medizinische Fachkräfte mit seinen Vorträgen über den Umgang mit Krisensituationen, Rückschlägen und Veränderungen.

Veysonnaz stand mit starker internationaler Beteiligung im Zeichen des Europacups. Trotz enormer innerer Anspannung gelangen dem 5 Sterne Redner zwei 7. Plätze in drei Rennen. „Zudem sicherte ich mir wichtige Punkte für die Weltcupqualifikation - auch in Bezug auf die Quali für die Olympischen Spiele“, sagte der Spitzensportler. Am letzten Tag der Rennen passte alles zusammen. Im Slalom konnte er alle Kräfte und Fähigkeiten voll abrufen und fuhr beim letzten Derby der Saison auf den 3. Platz. Felix Brunner resümiert abschließend: „Das war gut, aber ich weiß jetzt, welche Aufgaben in der nächsten Saison vor mir liegen.“ Der Traum von Olympia lebt weiter!

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