Chancen und Risiken tribologischer Systeme im automobilen Leichtbau

Vortrag von Ellen Lohr

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Autos müssen heute geräumig sein, über viele Zusatzaustattungen verfügen und gleichzeitig wenig Kraftstoff verbrauchen. Der automobile Leichtbau bietet die Lösung für diese diametral gelagerten Anforderungen. Immer strengere Gesetze und Abgasnormen führen dazu, dass der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs zunehmend als entscheidendes Kriterium für den Automobilbau erachtet wird. Im Gegensatz dazu tendiert der Markt zu immer größeren Fahrzeugen mit Zusatzausstattung, wie zum Beispiel beim SUV.

In ihrem Vortrag geht Rennfahrerin Ellen Lohr der Frage nach der Auswirkung dieser Entwicklung auf die tribologischen Systeme eines Fahrzeugs nach. Unter Tribologie versteht man die Wissenschaft von Reibung, Verschleiß und obligater Schmierung zwischen aufeinander einwirkenden, sich in Relativbewegung befindenden Oberflächen bzw. Materialpaarungen. Wenn Fahrzeugkomponenten immer leichter werden, durch Kapselung und steigenden Reibungskoeffizient die Motortemperatursteigt und gleichzeitig die Leistung eines Fahrzeugs immer höher wird, werden zwangsweise alle bewegenden Teile an einem Fahrzeug mehr beansprucht.

Durch ihre erfolgreiche Laufbahn in der DTM und im Truckracing hat Ellen Lohr umfassende Expertise im PKW- und LKW-Motorsport. Auf dieser Basis beschreibt die erfolgreiche Rennfahrerin in diesem Fachvortrag die wissenschaftlichen Hintergründe tribologischer Systeme.

Der Vortrag richtet sich vorwiegend an Entwicklungsingenieure aus dem Automobilbau, die verstehen möchten, welche Chancen und Risiken neue tribologische Systeme im Fahrzeugbau bergen. Die Zuhörer lernen, mit welchen Instrumenten unter experimentellen Laborbedingungen der Reibungskoeffizient ermittelt werden kann und welche Rückschlüsse dies für Feldversuche zulässt. Hierbei werden auch neuartige Materialien wie zum Beispiel Carboncomposit oder Hochtemperaturschmierstoffe nach ISO 21469 erläutert und in ein Wirkverhältnis gebracht.

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