Der Mensch im Mittelpunkt

Vortrag von
Anselm Bilgri

Als Präsenzveranstaltung oder Online-Vortrag

Der Mensch im Mittelpunkt

Der Mensch im Mittelpunkt

Vom griechischen Philosophen Protagoras stammt der Ausspruch „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“ Dieser Satz gewinnt immer mehr an Bedeutung für die optimale Führung von Organisationen. Inzwischen reift die Überzeugung, dass nach allen Kostensenkungsprogrammen, Prozessoptimierungen und Strategieentwicklungen immer wieder der Mensch als unverrückbarer Erfolgsfaktor verbleibt und mit einer alleinigen Ausrichtung an Kennzahlen die Herausforderungen der modernen Wirtschaft nicht zu bewältigen sind.

Es beginnt in den Köpfen zu dämmern: Die Unternehmen und Organisationen haben dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Dies entspricht auch dem Paradigma der Moderne: Das höchste Gut ist die individuelle Freiheit. Die Entfaltung und nicht die Beschränkung dieser Freiheit bestimmt das Engagement des Einzelnen. Um die Geschäftsziele nachhaltig und dauerhaft zu erreichen, muss der Mensch als Person mit all seinen Talenten und Potentialen wiederentdeckt und gefördert werden. Der Einzelne muss so in die unternehmerische Gemeinschaft integriert werden, dass er durch den Sinn, den er in seiner Tätigkeit entdeckt, eine von innen herauskommende Motivation und Zufriedenheit erfährt. 

In diesem Vortrag mit Redner Anselm Bilgri erfährt Ihr Publikum, dass dies ganz neue Anforderungen an die Führungskultur in einem Unternehmen bringt: Der Manager muss seine Aufgabe als Dienst verstehen und mit Achtsamkeit den Mitarbeitern und allen anderen stakeholdern gegenüber treten. Das Modell einer ausgewogenen Balance zwischen den Eckpfeilern eines unternehmerischen Sinnraums, zwischen der einzelnen Person, der Kooperation mit anderen und der gemeinsamen Intention, kann Führungskräfte zu einem Umdenken anregen. Dieses Modell wurde aus den das Abendland prägenden Werten des Christentums entwickelt und in der 1500 Jahre alten Benediktsregel konkret verwirklicht.

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Wie kann der Mensch in der Moderne zum Wesentlichen vordringen

Allzuoft verstellen Denkweisen und Ansichten, die wir von anderen bzw. von außen vermittelt bekommen und leichtfertig übernehmen, den Blick auf das Eigentliche. Religion und Philosophie können diesen Blick auf das Denken und das daraus folgende Handeln schärfen. Das Wesentliche besteht in dem, was bleibt, es ist das, was den Wesenskern des Menschen ausmacht. 

Führen mit Achtsamkeit – Nachhaltiger Erfolg durch Werteorientierung

Entscheidend für alles, was in Unternehmen geschieht, ist das Handeln der Menschen. Dieses wird durch eine innere Haltung bestimmt, die die Bereitschaft zur eigenen Veränderung, Aufgeschlossenheit zu Neuem, die Fähigkeit Dinge aus verschieden Blickwinkeln zu betrachten, den Verzicht auf Voreingenommenheit, Offenheit für andere Wirklichkeiten und vor allem Achtsamkeit und Achtung vor dem Anderen besitzt.

Die Benediktsregel als Richtschnur unternehmerischen Handelns

Die 1500 Jahre alte Ordensregel Benedikts dient als Leitfaden für eine werteorientierte Unternehmensführung. Bereits der berühmte Satz Ora et labora macht deutlich, dass Arbeit als wesentlicher Bestandteil eines erfüllten und sinnvollen Lebens gesehen wird. 

Herzensbildung: Zwischen Wissensdurst und Leistungsdruck

Wir leben in einer Zeit, in der jede Sekunde zählt - Zeit ist bekanntlich Geld -, in der auf Zahlen, Formeln und Fakten beharrt und der Erfolg rein materiell gemessen wird. In dieser Welt ist Wissen Macht, weil es jederzeit gemessen und abgerufen werden kann. Zwischen dem stetigen Wissensdurst und zunehmenden Leistungsdruck gerät ein für den Menschen sehr wichtiges Bildungsideal in Vergessenheit: die Herzensbildung.

Ora et labora – Balance von Arbeit und Leben

Immer wieder gerät der Mensch in unserer modernen westlichen Gesellschaft auf dem Schwebebalken zwischen Arbeit und Leben ins Wanken. Oft fühlen sich Führungskräfte verschiedenster Organisationen wie im Hamsterrad, aus dem sie nicht mehr aussteigen können und nicht mehr fähig sind, aus sicherer Distanz auf sich selbst und ihre Arbeit einen kritischen Blick zu werfen. Mit dem Bild des Hamsterrades verbindet sich diese schicksalsergebende Dauerschleife, in der man in einer Art Tunnelblick auf das immer gleich weit entfernte Ziel starrt.

Werte in Wirtschaft und Gesellschaft

Die Welt befindet sich im Wandel. Nicht nur Wirtschaft und Technologien entwickeln sich immer weiter, sondern damit auch ihre gesellschaftlichen Werte. Viele sprechen sogar von einem Verfall der Werte, da seit dem säkularen Wandel traditionelle Wertevermittler wie etwa die Kirche zunehmend an allgemeiner Akzeptanz verlieren. In der modernen Welt werden Pflicht- und Sollwerte von Selbstverwirklichungswerten ersetzt und individuelle Freiheit zum zentralen Leitgedanken.