Traum oder Alptraum: Amerika zwischen Optimismus und Engstirnigkeit

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Die Vereinigten Staaten sind vor der Präsidentenwahl in November gespalten wie selten in ihrer 300jährigen Geschichte. Vom Ausgang wird abhängen, ob Amerika es schafft, seine dringenden Probleme anzupacken, oder ob das Land in Selbstgefälligkeit und Fremdenfeindlichkeit zurückfällt.

Längst hat sich der alte amerikanische Traum von Land der unbegrenzten Möglichkeit und der Chancengleichheit für alle in eine starre Klassengesellschaft verwandelt, in der die Armen ärmer und die Reichen immer reicher werden. Die Infrastruktur zerbröckelt, die Innenstädte zerfallen, das einst gefeierte Bildungssystem wird aus Geldmangel abgebaut und Jobs bleiben Mangelware, obwohl die Wirtschaftskrise eigentlich längst vorbei ist.

In dieser Situation sind Mut und Ideen gefragt. Statt dessen verwandelt sich die anstehende Wahl des Präsidenten – dank ungebremster Militärausgaben des Staates nach wie vor der mächtigste Mann der Welt – in ein absurdes Theater, in der Ignoranz und Engstirnigkeit die Hauptrollen spielen.

Schuld ist unter anderem auch das Wahlsystem selbst, das für einen Europäer kaum durchschaubar ist. Faktisch entscheidet eine winzige Minderheit von fast ausschließlich weißen, alten Männern, die zudem meist radikalchristlichen Sekten angehören, darüber, wer zumindest auf Seiten der Republikaner in die Schlacht ums Weiße Haus ziehen darf.

Tim Cole pendelt als Journalist, Kommentator und Buchautor seit 40 Jahren zwischen Deutschland und seiner amerikanischen Heimat. Er ist wie kaum ein anderer in der Lage, einem deutschen Publikum die Hintergründe und Verwicklungen des amerikanischen Systems zu erklären und zu beschreiben, wie Globalisierung und Kulturkampf die politische Auseinandersetzung zwischen Amerika und Europa prägen. Dieser Vortrag beantwortet viele Fragen, die sich aus deutscher Sicht im Vorfeld der US-Wahlen stellen und verständlich zu machen, warum im November entscheidende Weichen für die Zukunft Amerikas gestellt werden.

Vortragsinhalte:

  • Der amerikanische Patient: Warum die Amerikaner ihr Land trotz zerbröckelnder Infrastruktur, Innovationsstau und Massenarmut immer noch für einmalig halten.
  • Der amerikanische Selbstbetrug: Amerikas Sozialausgaben liegen höher als in Europa – aber der Bürger bekommt davon kaum etwas mit
  • Die amerikanische Entscheidung: Wie Ignoranz und Intoleranz die Kandidatenauswahl der Konservativen in ein absurdes Theater verwandelt haben
  • Aus der amerikanische Traum: Das Ende der Chancengleichheit und der Übergang zu einer Klassengesellschaft im Amerika ist in vollem Gange

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